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Kai-Jürgen Lietz:
Das Entscheider-Buch. 15 Entscheidungsfallen und wie man sie vermeidet

ISBN: 3446411399
Erscheinungsjahr: 2007
Hanser

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Stolpersteine erkennen und umgehen
        


 
ntscheidungen treffen wir jeden Tag und oft fragen wir uns hinterher, ob sie auch richtig waren. Meistens entscheiden wir spontan, lassen uns von unserem Bauchgefühl leiten. Es ist daher nur natürlich, dass wir das eine oder andere Mal auch eine Fehlentscheidung treffen. Gibt es denn ein Rezept für gute Entscheidungen, das Fehler umgehen hilft?
Kai-Jürgen Lietz legt mit seinem Entscheider-Buch ein solches Rezept vor. Er gibt darin eine detaillierte Anleitung für einen fundierten Entscheidungsprozess und zeigt Fallen auf, in die man dabei tappen kann. Lietz argumentiert, dass Fehlentscheidungen vermeidbar werden, wenn die Fallen bekannt sind und man daher ausweichen kann.

Besonders häufig wartet die Angebotsfalle, bei der wir uns von einem Anbieter vorgeben lassen, wie unser Bedarf auszusehen hat und dann auch nur eben diese angebotenen Alternativen in Betracht ziehen, anstatt selbst klar zu formulieren, was wir wollen. Bei der Elefantenfalle überschätzen wir hingegen ein Entscheidungskriterium (z.B. den Preis) und unterschätzen ein ebenso wichtiges (z.B. die Qualität). In der Schneckenfalle stecken wir, nachdem wir uns so lange vor einer Entscheidung gedrückt haben, dass es fast zu spät ist und nur noch schlechte Alternativen zur Wahl stehen. Bei der Treibjagdfalle lassen wir uns in einer vermeintlichen Notsituation in eine Entscheidung drängen, obwohl wir in Wahrheit gar nicht bedroht sind.

Wie umgeht man nun diese Fallstricke und trifft gute Entscheidungen? Wer eine Folge einleuchtender Schritte einhält, sollte dazu imstande sein: Da Entscheidungen dem Handeln immer eine Richtung geben, sollte man als Erstes eine Vision für die Zukunft entwickeln. Kai-Jürgen Lietz betont, wie wichtig es ist, zu wissen, was man will. Er nennt dies »Entscheidungsklarheit erlangen«. Wenn erst einmal Klarheit darüber herrscht, was man will, wird man feststellen, dass viele der vorhandenen Alternativen nichts taugen. Daher muss man sich selbst Alternativen schaffen. Außerdem sind Entscheidungen natürlich nur dann sinnvoll, wenn sie sich umsetzen lassen. Bei diesem Vorgehen ist die Reihenfolge dieser Schritte außerordentlich wichtig: Wer sich mit Alternativen beschäftigt, bevor er weiß, was er will, lässt sich leicht verführen. Wer sich nach der Wahl der Alternative erst Gedanken über die Umsetzung macht, könnte gegen Mauern laufen.

Dabei ist Kai-Jürgen Lietz auch klar, dass viele Entscheidungen im Unterbewusstsein getroffen werden. Nicht jede Entscheidung muss rational vorbereitet werden. Spontane Entscheidungen haben für Lietz durchaus ihre Berechtigung, wenn in der Vergangenheit das Unterbewusstsein richtig konditioniert wurde. So muss etwa beim Autofahren nicht jeder Blick in den Rückspiegel nach dem beschriebenen Entscheidungsprozess ablaufen. Vor allem bei neuen Situationen aber zahlt es sich doch aus, sich die Zeit zu nehmen, eine Entscheidung bewusst zu treffen. Kai-Jürgen Lietz plädiert dafür, die unbewussten Aspekte der Entscheidung an die Oberfläche zu holen, um dann besser entscheiden zu können. Nur so können die Fallstricke umgangen werden.

Das Buch kann als Ratgeber für jedermann, der bessere Entscheidungen treffen möchte, verstanden werden. Das Entscheider-Buch macht bewusst, welche Fallen lauern und die Darstellung von Praxisbeispiel, Erkennungsmerkmalen, Vermeidungsstrategien und möglichen Konsequenzen zu jeder dieser Fallen, hilft dabei, bei der nächsten Entscheidung nicht in die Falle zu tappen. Nicht nur ausführliche Fallbeispiele und Checklisten, sondern auch historische Beispiele für gute und schlechte Entscheidungen und deren Analyse helfen, die Entscheidungsregeln zu verinnerlichen.